Morgens um 6 auf dem Aalsmeerer Blumenmarkt

Der Blumenmarkt der Stadt Aalsmeer ist der größte Europas; immerhin 12.000 Lieferanten bieten hier täglich mehr als 20 Millionen Schnittblumen an – alles Zahlen der Superlative. Nicht umsonst wird der Aalsmeerer Blumenmarkt auch als “Wall Street der Blumen” bezeichnet. Sage und schreibe vier Milliarden Euro werden auf diesem Blumenmarkt im Jahr umgesetzt; etwa 85 Prozent der Blumenexportgeschäfte werden hier getätigt. Dies alles geschieht auf einer Fläche von etwa einer Million Quadratmeter; etwa 15 Kilometer von Amsterdam entfernt. Die Blumen stammen aus aller Herren Länder; beispielsweise aus Israel, Frankreich oder auch Kenia.

Der Tag beginnt früh auf dem Aalsmeerer Blumenmarkt; bereits um sechs Uhr morgens wird um die Blumen gefeilscht. Dies funktioniert übrigens im umgekehrten Versteigerungssystem: die Preise der angebotenen Blumen gehen so lange in Centbeträgen nach unten, bis sich ein Bieter findet. Kenner nennen dies auch “Veiling”. Dieses System wurde bereits im Jahr 1870 eingeführt; Grund ist einzig und allein die schnelle Verderblichkeit der Schnittblumen. Die Käufer sitzen dabei in einem Tribünenplatz und geben ihr Gebot mittels Knopfdruck ab.

Die Versteigerungen dauern etwa drei Stunden, bevor die Blumen dann circa um neun Uhr auf den LKW oder in Flugzeuge geladen und sofort verschickt werden. Holland ist immerhin das führende Land im Blumenexport; von hier aus begeben sich die Pflanzen in die ganze Welt.

1.500 Packer, etwa 70 Kontrolleure und 7.000 LKW-Fahrer sind auf diesem Blumenmarkt beschäftigt und sorgen jeden Morgen aufs Neue dafür, dass die Blumen möglichst frisch an ihrer Zieladresse ankommen. Somit ist der Aalsmeerer Blumenmarkt auch einer der größten Arbeitgeber in Holland.

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