Die Rose – die Königin der Blumen

Rosen wurden schon im 3. Jahrtausend vor Christus in China gezüchtet und veredelt und kamen über die antiken Handelswege zunächst nach Griechenland, und von dort über Ägypten nach Rom. In der griechischen und römischen Mythologie gilt die Rose als Symbol für Aphrodite bzw. ihr römisches Pendant Venus, die Göttinnen der Liebe und der Schönheit. Schon die griechische Lyrikerin Sappho bezeichnete die Rose als „Königin der Blumen“.

Die griechischstämmige ägyptische Königin Kleopatra soll ihre römischen Liebhaber mit einem Meer aus Rosenblättern betört haben. In Rom stand die Rose zunächst auch für Liebe und Schönheit, wurde dann aber hauptsächlich als Statussymbol angesehen. Bei ihren Festmählern ließen wohlhabende Römer ihre Gäste über Teppiche aus Rosenblättern schreiten und in Rosenwasser baden.

Im Christentum und im Islam hat die Rose ebenfalls eine große Symbolwirkung. Im Christentum stand ab dem Mittelalter die weiße Rose als Zeichen für die Reinheit der Jungfrau Maria, während die rote Weinrose aus einem Blutstropfen aus der Dornenkrone Christi gewachsen sein soll.
Das Rosensymbol findet sich auch in den Rosettenfenstern mittelalterlicher Kirchen wieder. In der islamischen Mystik gibt es die Vorstellung, dass die Rose aus einem Schweißtropfen des Propheten Mohammed auf seinem Weg in den Himmel entstanden sein soll. Daher steht die Rose im Islam als Zeichen für die göttliche Vollkommenheit und Liebe.

Auch in der Literatur wird das Motiv der Rose in Verbindung mit der Liebe immer wieder aufgenommen, so in der wunderschönen Geschichte „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, in der der kleine Prinz alles tut, um seine geliebte Rose vor Gefahren zu schützen.

Leave a Reply

*